Sehnsüchtig grüßt der, der ich bin, den, der ich sein möchte.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl – zwischen dem, was ist, und dem, was sich zeigen möchte.
Gerade jetzt zum Jahreswechsel ist die Zeit, in der sich viele von uns etwas vornehmen. Wir wollen etwas verändern. Das tun wir ja nicht einfach nur so. Weil es eben chic ist oder weil es viele machen. Wir tun das, weil wir eine Sehnsucht in uns spüren. Wir spüren, dass da mehr sein könnte. Das wir nicht vollkommen zufrieden sind mit uns und unserem Leben.
Es kann sein, dass wir uns selbst optimieren möchten.
Es kann sein, dass wir wissen, dass wir nicht gesund leben und Angst um unsere Gesundheit haben, wenn wir nichts ändern.
Das ist nicht, was ich meine, wenn ich schreibe:
Sehnsüchtig grüßt der, der ich bin, den, der ich sein möchte.
Dieser Satz ist leiser und geht tiefer. Er berührt die tiefe Sehnsucht, das tiefe Wissen in uns, dass wir irgendwo ganz tief verborgen in uns einen Kern tragen, der heil ist. Der friedvoll und klar ist.
Wir scheinen tief in uns zu wissen, dass wir nicht unser ganzes Potenzial leben.
Dass wir stärker, kraftvoller, liebender, mutiger, ehrlicher und echter sein könnten. Nicht im Sinne von besser funktionierend. Sondern im Sinne von mehr bei uns ankommend. Diese Sehnsucht ist oft leise. Sie drängt sich nicht auf.
Dieser andere, der wir sein möchten, ist kein Fremder. Er lebt schon in uns. Wir können ihn freilegen. Schicht für Schicht. In unserem Tempo. Auf unsere Weise. Indem wir mit uns selbst arbeiten. Nicht im Außen, sondern im Innen.
Dabei hilft uns eine einfache, fast profane Frage:
Was wünsche ich mir, dass die Menschen an meinem Grab von mir erzählen? Wenn sie ganz ehrlich wären.
Nicht, weil alle nur Gutes sagen sollen. Sondern weil ich mich wiedererkennen möchte. Und weil ich den Menschen mögen will, den ich da wiedererkenne. Mit allen Ecken und Kanten. Schließlich sind wir alle ein Unikat.
Es geht nicht darum gut zu sein, sondern echt.
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