Über mich

Status: Completed Read year: 2025
Über mich

Ich bin ein ganz normaler Mensch. Ein Mensch wie du. Ein Mensch, der lebt und liebt, lacht und weint, glücklich und traurig ist. Einmal mutig und einmal ängstlich. Einmal pragmatisch zupackend und dann wieder hilflos überfordert.

… ich bin Mona

… ich bin 1965 geboren, habe zwei Söhne, bin seit 2020 Witwe und seit 2025
Lebenspartnerin

… ich bin Freundin, Künstlerin, Autorin, Philosophin, Naturliebhaberin, Lebenskünstlerin …

… ich bin Lebensbegleiterin, Sterbebegleiterin und Trauerbegleiterin

und ich liebe das Leben. Das war nicht immer so

Das war ein langer Weg …

Als Kind und als Jugendliche war ich ein ziemlicher Kotzbrocken. Ewig missmutig und zurückgezogen, brauchte ich meiner Meinung nach niemanden und schon gar nicht nah. Ich verzog mich in ein Paralleluniversum, das aus Büchern bestand.

So entfloh ich dem Krieg im Elternhaus, wo zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedenen kulturellen Prägungen aufeinanderstießen. Die manisch-depressiven Schübe meines Vaters machten es nicht einfacher. Und mein Interesse für Psychologie, Philosophie und Geschichte in Verbindung mit einem gestrichenen Maß an Altklugheit ─ sowie einem ausgeprägten Desinteresse für Alkohol, altersgerechter Musik oder wenigstens Zigaretten ─ machten mich nicht gerade zu einer coolen Klassenkameradin.

Alle anderen hatten es natürlich besser, vorneweg meine Schwester. Ich war mit Inbrunst auf all die Dinge konzentriert, die mir fehlten ─ ich fühlte mich ungeliebt und das Leben war ziemlich scheiße und ungerecht.

… zu mir selbst

Ich habe eine 180 Grad Kehrtwende hingelegt. Und die fällt natürlich nicht vom Himmel. Die braucht Zeit. Und Liebe. Und den Willen. Und viele Menschen. Und ganz viel Inspiration und ─ den ein oder anderen Fußtritt des Lebens.

ich bin erwachsen geworden, seit ich aufhöre, anderen die Verantwortung für mein Leben aufzubürden und mich als Opfer zu fühlen und zu verhalten.

ich bin glücklich, seit ich die Verantwortung für mein Leben und mein Lebensglück selbst übernehme.

ich bin mutig, seit ich mich meinen Gefühlen und Ängsten stelle.

ich lebe und schöpfe aus dem Vollen, seit ich mir selbst meine beste Freundin geworden bin und liebevoll und achtsam mit mir umgehe.

und seit ich mir erlaube selbst zu denken, entwickle ich eine große Freude daran etwas Neues zu denken, das dann in Worte zu fassen und ins Leben hinauszuschicken.

In der Hoffnung, dass diese Gedanken viele Menschen berühren und dadurch Perspektiven verändern.
Also kurzgesagt – ich habe die liebevolle Revoluzzerin in mir entdeckt. Und weißt du was? ... das fühlt sich richtig gut an!

Und du liest jetzt diese Zeilen, weil ich mich darüber freue meine Gedanken mit dir teilen zu dürfen. In der Hoffnung dich zu inspirieren. Danke, dass du dir die Zeit nimmst, hier zu sein.

Beschreibung

Warum Trauer und warum ausgerechnet ich?

Die wichtigsten Zeitzeugen dieser Kehrtwende in Form meiner Eltern und meines Mannes sind nicht mehr am Leben. Ich war bei ihnen, als sie starben. Sie alle starben an Krebs. Mein Vater begleitete mich 53 Jahre (er wurde 82) lang, mein Mann 40 Jahre (er wurde 66) und meine Mutter 29 Jahre (sie wurde 53).

Der Tod meiner Mutter gab den Ausschlag dafür, dass ich heute diese Zeilen überhaupt schreibe. Denn sie hat mir mein Leben zwei Mal geschenkt. Einmal mit meiner Geburt und einmal mit ihrem Tod. Das klingt schräg ─ ich weiß. Aber meine Mutter hat mir die Angst vor dem Tod genommen, indem sie ihren kommenden Tod voller Frieden und Liebe schlicht und vertrauensvoll annahm und dazu sogar die passenden Worte fand.

Danach habe ich meine Großeltern begleitet, dann meinen Mann und meinen Vater. Zuhause. Und noch viele andere Menschen. Dabei sein zu dürfen, wenn ein Mensch stirbt, ist eine große Ehre für mich und erfüllt mich mit Dankbarkeit und Demut.

2007 habe ich in Lippstadt die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen. Seitdem begleite ich im Hospizkreis Lippstadt e.V. ehrenamtlich Sterbende ─ zu Hause, im Krankenhaus und Pflegeheim. 2022 folgte die „Große Basisqualifikation“ als Trauerbegleiterin an der Bundeshospizakademie (BVT Bundesverband Trauerbegleitung e.V.). Supervision und kollegialer Austausch gehören für mich selbstverständlich dazu – sie helfen mir, mich und meine Arbeit zu reflektieren. Seit 2012 bin ich nach HypnoPlus® zertifizierte Hypnose-Therapeutin (Hypnose 1-3) nach den Richtlinien der NGH National Guild of Hypnotists und der ABH American Board of Hypnotherapy.

Auf den ersten Blick scheinen Sterbe-, Trauer- und Lebensbegleitung und Hypnose wenig gemeinsam zu haben.  Und doch wende ich mein Wissen um die Zusammenhänge von Unterbewusstsein und Lebensqualität, die ich aus meiner Arbeit mit Hypnose gewonnen habe, gerade in den Begleitungen sehr hilfreich und heilsam an.

Mona

Tod und Trauer sind mir vertraut. Ich weiß, dass viele Menschen in solchen Krisenzeiten in der Lage sind, über sich hinauszuwachsen ─ und ihre Lieben selbst begleiten. Oft schenkt ihnen das Frieden und eine Stärke, die sie auch in der Trauer trägt.
Und manchmal braucht es dafür zur Unterstützung einen Menschen im Hintergrund, der keine Angst hat.
Einen, der wie ein Fels in der Brandung steht. Der Halt gibt und Orientierung schenkt.
Der vorbereitet ─ und mitgeht. Schritt für Schritt.

Als der Ehemann einer Sterbenden mich vor vielen Jahren als „Fachfrau fürs Sterben“ bezeichnete, war mir das viel zu groß. Und heute weiß ich ─ aus seiner Perspektive hatte er recht. Ich war für ihn und seine Familie dieser Fels in der Brandung.

Es ist mir ein Herzensanliegen, dazu beizutragen, dass wir Sterben, Tod und Trauer nicht länger aus unserem Leben auszuklammern versuchen. Ich wünsche mir, dass wir sie wieder als einen natürlichen Teil unseres Lebens sehen ─ und annehmen können.

Dann können wir bewusster leben. Mit weniger Angst. Dann können wir unsere Lieben besser begleiten – und die Sterbenden leichter gehen lassen. Und wir begreifen unser Leben nicht als Besitz, sondern als ein Geschenk auf Zeit.